Die Vitamin-C-Hochdosis-Therapie ist auf den zweifachen Nobelpreisträger Prof. Dr. Linus Pauling (1901-1994) zurückzuführen. Er war es, der in den 60iger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Aufmerksamkeit wieder auf das Vitamin-C lenkte. Ausgehend von der Tatsache, dass die Menschen die Fähigkeit zur Vitamin-C-Produktion verloren haben, vertrat er die Auffassung, dass wir deshalb täglich ebenso viel Vitamin-C zu uns nehmen sollten, wie andere Säugetiere in der Lage sind, selbst zu produzieren. Dabei handelt es sich um Mengen im Gramm-Bereich.
Das Vitamin-C ist in unserem Körper an sehr vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Daher ist es unentbehrlich für das Immunsystem, das Nervensystem und das Hormonsystem, für die Regulation des Fettstoffwechsels und des Entgiftungssystems. Außerdem ist es zur Bildung und Funktionserhaltung von Knochen- und Bindegewebe, sowie für die Wundheilung notwendig.
Eine entscheidende Rolle spielt das Vitamin-C im Körper eines Menschen als stärkster Radikalfänger. Dies ist insbesondere bei Krebserkrankungen und entzündlichen Erkrankungen wichtig. Freie Radikale entstehen durch körpereigene Stoffwechselprozesse oder chemische Substanzen, bzw. Strahlen, die dem Körper zugeführt werden. Freie Radikale sind reaktionsfreudige und aggressive Substanzen. Ist die Bildung von Freien Radikalen stark erhöht, z.B. bei Umwelt- und Strahlenbelastung, Rauchen, Entzündungen oder Stress, reicht die normale Konzentration der körpereigenen Schutzsysteme nicht aus. Dann können die Freien Radikale schwere Schäden anrichten. Sie schädigen Zellwände, Eiweißverbindungen, Erbsubstanzen und können letztlich zu Krebs führen.
Die optimale Menge Vitamin-C, die gebraucht wird, um den Vitamin-C Bedarf des Körpers vollständig zu decken, ist schwierig zu schätzen. Fast alle Tierarten sind imstande, selbst Vitamin-C herzustellen. Ausnahmen hiervon sind der Mensch, einige Affenarten, das Meerschweinchen und einige Vögel und Fische.
Eine Studie zeigte, dass die Vitamin-C Produktion eines Tieres stark schwanken kann. Eine Ziege produziert bei schwerem Stress oder Krankheit 6-mal so viel Vitamin-C wie in ungestresstem Zustand, ein Kaninchen sogar 25mal so viel. Wenn die Werte aus dieser Studie auf ein mittleres menschliches Körpergewicht von 70 kg umgerechnet werden, kommt man zu einer bestürzenden Schlussfolgerung: Ein ungestresster Erwachsener müsste täglich 0,4 bis 3 g Vitamin-C einnehmen, um den gleichen Vitamin-C Status zu erreichen wie ungestresste Tiere.
Bei Krankheit und schwerem Stress müsste ein Erwachsener sogar 3 bis 17 g Vitamin-C einnehmen, um den gleichen körperlichen Vitamin-C Status zu erreichen wie gestresste oder kranke Tiere. Diese Menge könnte über den Darm pro Tag nicht aufgenommen werden.
Aus diesem Grund sollte Vitamin-C in solchen Dosierungen per Infusion verabreicht werden
alle bakteriellen oder viralen Infekte sollten Sie frühzeitig und hoch dosiert mit Vitamin-C behandeln lassen
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